Putins Sprecher: Keine Wanzen in russischen Geschenken für G20-Politiker

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat einen Bericht der Zeitung Corriera della Sera zurückgewiesen, laut dem Spitzenpolitiker der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) womöglich durch Geschenke abgehört worden seien, die sie beim Gipfel in Sankt Petersburg erhalten haben.

Diese Meldungen seien „nichts weiter als ein Versuch, die Aufmerksamkeit von den reellen Problemen, die jetzt die Beziehungen zwischen den europäischen Staaten und Washington dominieren, auf erfundene Probleme abzulenken", sagte Peskow am Dienstag zu RIA Novosti.

Corriera della Sera hatte berichtet, dass EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy sein Geschenk aus

Sankt Petersburg von Sicherheitsexperten überprüfen lassen habe. Ein Test durch den deutschen Geheimdienst soll positiv ausgefallen sein: Ein USB-Stick und ein Kabel seien zum Ausspionieren von Computern und Handys geeignet gewesen. Zugleich schloss die italienische Zeitung nicht aus, dass es sich um eine „Falle" handle, „um die Russen in Verlegenheit zu bringen"

Im Oktober wurden neue Angaben des US-Geheimdienstenthüllers Edward Snowden veröffentlicht, laut denen die USA nicht nur einfache Bürger, sondern auch mindestens 35 Staats- und Regierungschefs, darunter auch in Europa abgehört hatten. Der Skandal belastet das Verhältnis von EU-Staaten zu den USA.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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