Russisches Außenministerium: Keine Verhandlungen mit Taliban in Katar

Russlands Vertreter führen keine Verhandlungen mit der Taliban-Bewegung in Katar, heißt es in einer Mitteilung des russischen Außenministeriums. Damit dementierte die Behörde eine Meldung von Associated Press.

„Im Zusammenhang mit dem am 1. November von der Nachrichtenagentur Associated Press veröffentlichten Beitrag, in dem behauptet wird, ein russischer Offizieller verhandle mit Vertretern der Taliban-Bewegung in Katar, möchten wir darauf hinweisen, dass die Agentur die von der Taliban erhaltenen Informationen vor der Veröffentlichung überprüfen sollte", wird in der Mitteilung betont.

„In diesem Zusammenhang teilen wir mit, dass der Afghanistan-Sonderbeauftragte des Präsidenten Russlands, Samir Kabulow, keine Verhandlungen mit der Taliban-Bewegung in Katar führt."

Ende April war in der von der Taliban kontrollierten afghanischen Provinz Logar ein Hubschrauber

notgelandet, an dessen Bord sich acht türkische Ingenieure, ein russischer Pilot und sein kirgisischer Kollege befanden. Sie alle wurden von Taliban-Milizen gefangen genommen. Ein türkischer Bürger und der kirgisische Pilot wurden später freigelassen.

Letzte Woche hatte AP unter Berufung auf einen Taliban-Sprecher mitgeteilt, das russische Behörden weiterhin mit der Taliban über die Freilassung des Piloten verhandeln.

Laut AP-Quellen hat sich der frühere russische Botschafter in Afghanistan, Samir Kabulow, mit Taliban-Vertretern in Katar getroffen, um diese Frage zu erörtern.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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