Paul McСartney bittet Putin um Freilassung von Greenpeace-Aktivisten und hofft auf ein Wiedersehen mit dem Präsidenten in Moskau

Ex-Beatle Paul McCartney hat am Donnerstag Russlands Präsident Wladimir Putin in einem offenen Brief gebeten, seinen Einfluss im Prozess gegen die Greenpeace-Aktivisten geltend zu machen.

„Ich bin mir natürlich im Klaren, dass die russischen Gerichte und das russische Präsidentenamt voneinander getrennt sind", schreibt McCartney, der den russischen Staatschef im Brief mit dem Vornamen anspricht. „Dennoch möchte ich wissen, ob Sie eventuell den Einfluss, über den Sie verfügen, einsetzen könnten, um die Festgenommenen mit deren Familien zusammenzubringen."

Abschließend äußert der Ex-Beatle seine Hoffnung auf ein neues Wiedersehen mit Putin in Moskau – „wenn die Terminpläne dies möglich machen".

McCartney und Putin waren 2003 vor dem ersten Konzert des Weltstars auf dem Roten Platz zusammengetroffen. 2004 beglückwünschte der russische Präsident den Musiker zum Geburtstag und

zu dessen „hervorragendem Auftritt" in St. Petersburg.

Putins Pressesekretär Dmitri Peskow hatte indessen in seiner Stellungnahme zu den bereits zahlreichen Schreiben namhafter Persönlichkeiten, die sich für die Greenpeace-Aktivisten einsetzten, betont, dass die Einflussnahme auf die Tätigkeit der Ermittlungsbehörden nicht zum Zuständigkeitsbereich des Präsidenten gehöre. Der Präsident habe bereits seinen Standpunkt zu diesem Fall geäußert, der allerdings in keiner Weise zur Druckausübung auf die Ermittlungsorgane missbraucht werden dürfe. Der Präsident könne sich nicht in diesen Prozess einmischen und tue dies auch nicht, hieß es.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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