Greenpeace-Skandal: Zwei Angeklagten gegen Kaution freigelassen

Im umstrittenen Prozess der russischen Justiz gegen 28 Greenpeace-Aktivisten und zwei Reporter hat die Umweltorganisation einen Teilerfolg verbucht.

Am Montag ließ ein Gericht in der Stadt St. Petersburg die Greenpeace-Ärztin Jekaterina Saspa aus Russland gegen Kaution von zwei Millionen Rubel (rund 45 500 Euro) auf freien Fuß, teilte

Greenpeace im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Sie dürfe das Untersuchungsgefängnis nach Zahlung des Geldes verlassen, entschied der Richter. Nach der Entlassung der Greenpeace-Ärztin hat ein russisches Gericht auch den Bildreporter Denis Sinjakow ebenfalls gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Sinjakow dürfe das Untersuchungsgefängnis nach Zahlung von zwei Millionen Rubel (rund 45 500 Euro) verlassen, urteilte der Richter am Montagabend nach Angaben von Greenpeace.

Bereits am vergangenen Freitag hatte der russische Ermittlungsausschuss angekündigt, die U-Haft für alle 30 Besatzungsmitglieder des Aktionsschiffes „Arctic Sunrise" um weitere drei Monate zu verlängern. Am Montag entschied das Gericht, dass der australische Aktivist Colin Russell bis zum 24. Februar 2014 hinter Gittern bleibt. Ihre Entscheidung begründeten die Ermittler damit, dass sie mehr Zeit für ihre Untersuchungen benötigen.

Die Aktivisten waren Mitte September nach einer spektakulären Protestaktion gegen Ölbohrungen in der Arktis an der Bohrinsel „Priraslomnaja" des Staatskonzerns Gazprom von russischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Ihnen droht „wegen Rowdytums" eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland