„Arctic Sunrise“: Zehn Greenpeace-Aktivisten kommen auf Kaution frei

Vorläufig insgesamt zehn der 30 Besatzungsmitglieder der „Arctic Sunrise" werden gegen Kaution aus der U-Haft entlassen. Den gestern auf freien Fuß gesetzten drei russischen Greenpeace-Aktivisten folgen zumindest sieben ihrer ausländischen Kollegen, meldet die Öko-Organisation via Twitter.

Bei den neuen Freigelassenen handelt es sich um den Italiener Cristian D'Alessandro, den Kanadier

Paul Ruzycki, die Argentinier Camila Speziale und Miguel Orzi, den Polen Tomasz Dziemianczuk, den Neuseeländer David Haussmann und die Brasilianerin Ana Paula Alminhana Maciel.

Ein Gericht in Sankt Petersburg hatte am Montag mitgeteilt, dass drei der vier Russen unter den „Arctic 30" (die bei der Greenpeace-Aktion auf der Ölbohrinsel festgenommenen Aktivisten und Mitglieder der Schiffsbesatzung) - der Fotograf Denis Sinjakow, die Greenpeace-Ärztin Jekaterina Saspa und der Umweltschützer Andrej Allakhwerdow - für jeweils zwei Millionen Rubel Kaution (rund 45 500 Euro) freikommen.

Auch für die ausländischen Öko-Aktivisten sind je zwei Millionen Rubel zu hinterlegen – die Kaution ist

bis Mitte bzw. Ende nächster Woche fällig, twittert die Umweltschutzorganisation am Dienstag.

Am vergangenen Freitag hatte der russische Ermittlungsausschuss angekündigt, die U-Haft für alle 30 Besatzungsmitglieder des Aktionsschiffes „Arctic Sunrise" um weitere drei Monate zu verlängern. Am Montag entschied das Gericht, dass der Australier Colin Russell bis zum 24. Februar 2014 hinter Gittern bleibt. Ihre Entscheidung begründeten die Ermittler damit, dass sie mehr Zeit für ihre Untersuchungen benötigen.

Die Aktivisten waren Mitte September nach einer spektakulären Protestaktion gegen Ölbohrungen in der Arktis an der Bohrinsel „Priraslomnaja" des Staatskonzerns Gazprom von russischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Ihnen droht wegen „ Rowdytums" eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.