Gazprom und deutsche Regulierungsbehörde einigen sich auf Nutzung von OPAL-Gasleitung

Der russische Gasmonopolist Gazprom und die zuständige deutsche Regulierungsbehörde haben ein Abkommen über die Nutzung von Kapazitäten der Gasleitung OPAL unterzeichnet.

Das erfuhr die Wirtschaftsnachrichtenagentur Prime am Dienstag aus Unternehmenskreisen. Das Dokument sei bereits vor zehn Tagen signiert und der EU-Kommission zur Bestätigung vorgelegt

worden. „Das Abkommen wird voraussichtlich bis Monatsende bestätigt, danach wird die Unterzeichnung offiziell bekanntgegeben", sagte der Gesprächspartner, der anonym bleiben wollte.

Eine Arbeitsgruppe Russlands und der EU hatte im vergangenen September Bedingungen für die Nutzung der OPAL-Leitung abgestimmt. Die OPAL mit einer Durchsatzkapazität von 36 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr verbindet die Ostsee-Pipeline Nord Stream via Deutschland mit dem europäischen Gastransportnetz. Moskau und Berlin wollen durchsetzen, dass die OPAL-Leitung aus dem Dritten EU-Energiepaket ausgenommen wird, nach dem Gazprom diese Pipeline zurzeit nur zur Hälfte nutzen darf.

Zuvor hatte Russlands Energieminister Alexander Nowak gesagt, Moskau schlage vor, nicht ausgelastete OPAL-Kapazitäten zu versteigern. Das solle es gestatten, die OPAL aus dem Dritten Energiepaket herauszuschlagen. Nach Ansicht des russischen EU-Botschafters Wladimir Tschischow könnte Gazprom berechtigt werden, die OPAL-Leitung 100-prozentig zu nutzen, wenn ein Teil des Gases auf freiem Markt abgesetzt wird.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland