Putin: Entscheidung über Dreiergespräche mit Ukraine und Russland wird Test für EU

Die Entscheidung der Europäischen Union über dreiseitige Handelsgespräche mit der Ukraine und Russland wird laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zeigen, ob die EU bereit ist, auf der Grundlage der Gleichberechtigung zu verhandeln.

„Das ist Lackmuspapier für den Ernst der Absichten unserer europäischen Partner", sagte Putin am Freitag in Strelna bei Sankt Petersburg nach Gesprächen mit dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan. „Eine Art Test für die Bereitschaft unserer europäischen Freunde, auf der Grundlage der Gleichberechtigung zu verhandeln", so Putin weiter.

Die ukrainische Regierung hatte am Donnerstag die Vorbereitungen auf das Assoziierungsabkommen mit der EU überraschend ausgesetzt. Stattdessen soll der Handel mit Russland wiederbelebt werden. Das Abkommen, das freien Handel beinhaltet, hätte beim Ostpartnerschafts-Gipfel (28. bis 29. November) in Vilnius unterzeichnet werden sollen. Zugleich schlug die Ukraine Russland und der EU vor, noch vor dem Ostpartnerschafts-Gipfel in dreiseitige Handelsverhandlungen zu treten. Russland stimmte zu. Nach Angaben der ukrainischen Agentur Unian lehnt die EU die Dreiergespräche ab.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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