Putin in Vatikan: Papst Franziskus lässt Grüße an Patriarch Kyrill ausrichten

Russlands Präsident Wladimir Putin ist am Montagabend mit Papst Franziskus im Vatikan zusammengetroffen.

Nach einem Gespräch unter vier Augen tauschten der russische Staatschef und das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche Geschenke aus. Abschließend bat der Papst den russischen Präsidenten, Grüße an Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland auszurichten.

Das Gespräch fand in der Bibliothek des Vatikans statt, wo der Papst üblicherweise seine Treffen auf höchster Ebene abhält. Im Anschluss an das 35-minütige Gespräch schenkte Putin dem Papst eine russisch-orthodoxe Ikone. Franziskus revanchierte sich mit einer Majolika, die die Vatikan-Gärten darstellt.

Wie Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow zuvor betont hatte, bekam das Gespräch besondere Bedeutung „angesichts der Botschaft, die Franziskus im Vorfeld des G20-Gipfels in Sankt Petersburg an Putin richtete". Darin äußerte sich der Papst aktiv gegen eine gewaltsame Lösung des Syrien-Problems. Dieses Schreiben „bot einen konstruktiven Hintergrund für die Erörterung der Syrien-Krise" beim G20-Gipfel in Sankt Petersburg.

Putin hatte sich 2000 und 2003 mit Papst Johannes Paul II. und 2007 mit Papst Benedikt XVI. getroffen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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