Louis-Vuitton-Riesenkoffer auf Rotem Platz sorgt für Wirbel. Kreml besteht auf Demontierung

Das vor einigen Tagen auf dem Roten Platz aufgestellte „Koffer-Haus" von Louis Vuitton soll auf Forderung der Kreml-Administration beseitigt werden.

Der neun Meter hohe und 30 Meter breite Ausstellungspavillon der weltberühmten Reisetaschen-Marke war im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen anlässlich des 120. Jahrestags der Eröffnung des Einkaufstempels GUM am Roten Platz errichtet worden und beherbergte die Ausstellung „Wandergeist". Dort sollten 25 Truhen namhafter Persönlichkeiten des vergangenen und des heutigen Jahrhunderts sowie 12 Videoinstallationen zeitgenössischer Künstler vorgestellt werden.

Laut Louis-Vuitton-Vertretern diente die Ausstellung Wohltätigkeitszwecken, der Erlös aus den Eintrittskarten sollte an die von Starmodel Natalia Vodyanova gegründete Naked Heart Foundation

überwiesen werden. Die GUM-Leitung behauptet indessen, sie habe nichts von der Aktion gewusst.

Die Aufstellung der Riesenkonstruktion an dem für viele Russen als sakral geltenden Ort löste allerdings heftige Proteste aus. Politiker aller Couleur bekundeten ihre Empörung über die Aktion, während sich Kulturminister Wladimir Medinski energisch davon distanzierte.

Eine Stellungnahme der Sicherheitsbehörde FSO, die für die Ordnung aus dem Roten Platz zuständig ist, blieb vorerst aus.

„Die Errichtung des Pavillons wurde nicht mit der Leitung der Präsidentenadministration abgestimmt", betonte ein Sprecher der Kreml-Administration.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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