Russland schützt seine Arktis-Gebiete mit Luftabwehr-Radaren

Russland dehnt sein Luftabwehrsystem auf die Arktis und den hohen Norden aus. Dort werden neue Frühwarn-Anlagen errichtet, wie der Befehlshaber der Luft- und Weltraumverteidigung, Alexander Golowko, mitteilte.

Neue Radaranlagen würden in Jenissejsk, Orsk, Barnaul und Workuta gebaut, sagte Golowko in

einem Interview für RIA Novosti. In Irkutsk und Kaliningrad seien die Bauarbeiten bereits fast abgeschlossen. „Der Ausbau der Radarabdeckung ist insbesondere im Norden eine wichtiges Anliegen unserer Arbeit", sagte der General. In der arktischen Zone würden bald funktechnische Einheiten stationiert.

Auch in südlichen Regionen des Landes würden neue Radare gebaut, teilte Golowko weiter mit. In der Region Altaj (Südsibirien) und in der Urlaubsregion Krasnodar am Schwarzen Meer sollen bis 2017 neue Radaranlagen entstehen. Darüber hinaus werde im Gebiet Orenburg an der Grenze zu Kasachstan seit August an einer Radarstation vom Typ Woronesch-M gebaut.

In diesem Jahr wurde im südrussischen Armawir eine Radaranlage vom Typ Woronesch-DM in Betrieb genommen. Diese soll mögliche Lücken im russischen Raketenschild schließen, die nach dem Verzicht auf die Radarstation Gabala in Aserbaidschan entstehen könnten.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

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