Russischer LGBT-Aktivist wegen Einzeldemo bei Kinderbibliothek in nordrussischem Archangelsk verhaftet

Der bekannte Gay-Aktivist Nikolaj Alekseew und sein Mitstreiter wurden in Archangelsk mit einer Strafe belegt. Es geht dabei um den Verstoß gegen das Gesetz, der die Propaganda von Homosexualität unter Minderjährigen verbietet. Eine Geldstrafe für diese Art von Vergehen wird zum allerersten Mal ausgesprochen.

Der Vorfall ereignete sich im Norden des Landes, in Archangelsk. Alekseew hatte mit seinem

Mitdemonstranten Jaroslaw Jewtuschenko Einzeldemos vor dem Eingang zur Stadtbibliothek veranstaltet, wo sie von Polizisten verhaftet wurden. Zuvor hatte das Bürgermeisteramt der Stadt sich geweigert, die Aktion der LGBT-Aktivisten zu genehmigen, was mit dem Gesetz über ein Propagandaverbot der „nichttraditionellen Beziehungen" unter Minderjährigen begründet wurde.

„Das Gericht von Archangelsk stellte zum ersten Mal in der Geschichte Russlands ein Urteil über eine Administrativstrafe aus, für die sogenannte Propaganda von nichttraditionellen Beziehungen gegenüber Minderjährigen, auf Grundlage des im Februar verabschiedeten Föderalgesetzes", zitiert „Interfax" die Aussage von Alexeew. „Wir haben kein Schuldbekenntnis im Gericht abgegeben und wollen nun das Urteil im Oktjabrsker Regionalgericht in Archangelsk innerhalb der gewährten 10 Tage anfechten"

Das Föderalgesetz zum Verbot der Propaganda von nichttraditionellen sexuellen Beziehungen gegenüber Minderjährigen wurde in Russland im Juni 2013 verabschiedet.

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