Ramsan Kadyrow kündigt die Gründung eines tschetschenischen Syrien-Sonderkommando an

Ramsan Kadyrow, das Oberhaupt der Kaukasusrepublik Tschetschenien, hat die Gründung einer regionalen Spezialeinheit angekündigt, die, falls die „Bedrohung Russlands" das nötig macht, dem Kampf gegen „syrische Terroristen" anschließen könnte.

„Dass es eine Bedohung durch die syrischen Rebellen gibt, lag immer offen auf der Hand", sagte der Tschetschenen-Chef in Grosny vor Journalisten. „Das sieht selbst ein Blinder. Ganz gewöhnliche Leute drücken ihre Sorge aus. Hochrangige Offizielle sprechen offen darüber. Wir wissen, zu welchen menschlichen Verlusten und Zerstörungen es führen kann, wenn man unfähig ist, Terroristen und Wahhabiten einen Präventivschlag zuzufügen", so Kadyrow weiter. „Die Rechtsschutzorgane und die Leitung der Republik greifen daher zu umfassenden Präventivmaßnahmen.

Im Ernstfall sei die Sondereinheit bereit, in den Syrien-Konflikt einzugreifen. „Wenn das Kommando des

obersten Befehlshabers erfolgt, sind die Mitarbeiter in der Lage, diejenigen zu neutralisieren, die von Syrien aus Russland bedrohen", sagte der „Republikchef". Syrische Extremisten würden täglich auf Internet-Videos damit prahlen, nach Ende des Syrien-Krieges ihre „terroristische Sabotagetätigkeit" im Nordkaukasus fortsetzen zu wollen. Diese „Banditen", so Kadyrow, „sollen ruhig wissen, was sie in Russland erwartet, wenn sie es wagen, hierherzukommen". „Wir können diese Drohungen nicht untätig anhören und warten, bis diese Pest sich auf Russland zubewegt", hieß es.

Die Aufstellung der „planmäßigen" tschetschenischen Syrien-Sondereinheit sei bereits in Vorbereitung und gehe streng nach den Normativen vonstatten. Jeder Schritt werde nach den Anweisungen und unter der Leitung des Befehlshabers der Sondereinheit erfüllt.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.