Rosatom baut ein Atomkraftwerk in Finnland

Die staatliche russische Gesellschaft für Atomenergie Rosatom unterschrieb ein Abkommen über den Bau des Atomkraftwerks Hankivi 1 in Finnland. Das ermöglichte dem Unternehmen, sein Profil an Aufträgen aus dem Ausland auf 74 Mrd. USD zu steigern. Das Atomkraftwerk wird nach russischen Technologien in Pyhäjoki (Finnland) gebaut.

Außerdem erhält die ausländische „Tochter" von Rosatom, Rusatom Overseas 34% an der Gesellschaft Fennovoima, die Bauherrin des Atomkraftwerks ist. Den atomaren Brennstoff liefert für das zukünftige Kraftwerk TVEL, ein weiteres Tochterunternehmen des Rosatom.

Der Anteil von Rosatom an Fennovoima wird mit 2,4 Mrd. USD berechnet. Rosatom will dieses

Geld aus dem Nationalen Wohlfahrtsfonds erhalten, das einen Teil des Föderalbudgets Russlands für die Co-Finanzierung der freiwilligen Rentenbeiträge der Russen, sowie für eine Balancesicherung (Defizitdeckung) des Pensionsfonds der Russischen Föderation. Doch die Entscheidung über eine solche Zuweisung der Mittel ist noch nicht gefallen. Die Frist für die Überweisung der Mittel für den Kauf der Aktien an Fennovoima läuft im Februar 2014 ab. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem die endgültige Investitionslösung für das Projekt festgeschrieben wird.

Rosatom war einer der Bewerber für den Bau des Atomkraftwerks „Hankivi 1" mit einer Leistung von ca. 1,2 GW, das in der Stadt Pyhäjoki im Nordwesten Finnlands gebaut wird. Die Regierung des Landes schlug dem russischen staatlichen Unternehmen Gespräche dazu im April 2013 aufzunehmen. Weitere Bewerber für den Auftrag waren die französische Areva und die japanische Toshiba.

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