Pussy-Riot-Aktivistinnen bieten Chodorkowski Zusammenarbeit an

Die amnestierten Mitglieder der Punk-Gruppe Pussy Riot, Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina, haben dem am 20. Dezember freigelassenen ehemaligen Ölmagnaten Michail Chodorkowski vorgeschlagen, in Zukunft gemeinsam an Menschenrechtsprojekten zu arbeiten.

„Wir sind geneigt zu glauben, dass es Ihnen und uns gelingen wird, unsere Erfahrung der Interaktion

mit dem Gefängnissystem in Russland für positive Veränderungen im Bereich der Achtung der Menschenrechte in unserem Land umzusetzen. Für uns wäre es eine große Ehre, wenn es uns gelänge, mit Ihnen gemeinsame Berührungspunkte in der Menschenrechtsarbeit zu finden", heißt es in dem Schreiben der Punkerinnen an den Ex-Yukos-Chef.
Am Dienstag hatte der Chodorkowski den Pussy-Riot-Frauen persönlich zu ihrer Freilassung gratuliert.

„Ich weiß, dass die letzten Monate die Hölle für euch waren", schrieb der amnestierte Ex-Oligarch Tolokonnikowa und Aljochina. „Ich bin glücklich, zu hören, dass diese Marter, die sich für ein europäisches Land im 21. Jahrhundert nicht gebührt, zu Ende ist. Die Freilassung der Polit-Gefangenen macht die Staatsspitze zumindest etwas humaner. Das Wichtigste ist jetzt wahrscheinlich, die Kraft zu finden, um nach den schweren Prüfungen der Gefängnishaft nicht Hass und Zorn im Herzen zu belassen."

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.