Russen werden nach Öl in Syrien suchen

Das Ministerium für Öl und Mineralressourcen Syriens unterschrieb mit der russischen Gesellschaft „SojusNefteGas" einen Vertrag zur Erschließung des Blocks N2 in syrischen Gewässern. Das Abkommen sieht insbesondere das Recht auf Bohrung von Sonden und die Ölförderung.

Die Investitionen von „Sojusneftegas" in die Durchführung von geologischen Erkundungsarbeiten und der Probebohrungen werden ca. 100 Mio. USD betragen.

„‚Sojusneftegas' ist eine große Firma", bemerkt Michail Krutichin, Partner der Consultingagentur „RusEnergy". „Wir sprechen über die Erkundung der Ölvorkommen und eine mögliche Ölförderung. Aber es gibt keine Gewissheit, dass die Ergebnisse beeindruckend sein werden. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass die bisherige Erfahrung der Erkundung im 12ten Block keine Ergebnisse gezeigt hat", meint Krutichin.

Früher war die Gesellschaft bereits an Projekten in Syrien beteiligt gewesen. So bekam „Sojusneftegas" 2004 Lizenzen für die Erkundungsblöcke 12 und 14. Später war ihre Tätigkeit auf den Block 12 konzentriert. Konkret wurde ein Production Sharing Agreement für die Suche, Erkundung und

Förderung von Kohlenwasserstoffen geschlossen, zwei Probebohrungen gemacht, doch kommerziell nutzbare Vorräte an Kohlenwasserstoffen wurden im Block 12 bisher nicht gefunden.

Die geschlossene Aktiengesellschaft „Internationale Ölgesellschaft Sojusneftegas" wurde im Jahr 2000 unter Mitwirkung von Investitions- und Finanzpartnern aus dem Westen gegründet.

Die Firma wurde für eine Erweiterung der Wirtschaftskooperation zwischen Ländern der GUS, des Nahen Osten und Nordafrikas gegründet, während der Fokus auf Projekten der geologischen Erkundung, der Ausstattung und Erschließung von Öl- und Gasvorkommensstätten und in Dienstleistungen für Unternehmen in der Öl- und Gasförderung liegt, unter anderem auch mit Bohrungen und Reparaturen der Bohrlöcher und mit Techniklieferungen.

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