Fukushima-Katastrophe: Russische Behörden verhindern Einfuhr von 130 radioaktiven Autos

Die russische Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben die Einfuhr von mehr als 130 radioaktiv verseuchten Fahrzeugen aus Japan verhindert.

Rospotrebnadsor kontrolliere weiter die Einfuhren aus Japan, teilte die Behörde am Sonntag mit. 2013

seien an der Grenze mehr als 165 verseuchte Frachten, darunter 132 Gebrauchtwagen, entdeckt und zur Einfuhr verboten worden. Rospotrebnadsor verwies darauf, dass aus dem japanischen Kraftwerk Fukushima auch fast drei Jahre nach der Atomkatastrohe radioaktives Wasser austrete und den Pazifik vor Japans Ostküste verseuche. Deshalb lasse die Behörde insbesondere die aus der Region stammenden Fischprodukte auf Radioaktivität hin überprüfen.

Am 11. März 2011 hatte eine Erdbeben- und Tsunamikatastrophe im Atomkraftwerk Fukushima 1 schwere Schäden angerichtet. In den Reaktoren 1 bis 3 kam es zu Kernschmelzen und Explosionen. Große Mengen an radioaktivem Material wurden freigesetzt und kontaminierten Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel. Ungefähr 100.000 bis 150.000 Einwohner mussten das Gebiet vorübergehend oder dauerhaft verlassen. Die Entsorgungsarbeiten werden voraussichtlich 40 Jahre dauern.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RIA Novosti.

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland