Moskau: Russland arbeitet am OECD-Beitritt weiter

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (die OECD) beschloss am 12. März den Beitrittsprozess für Russland zu stoppen.  Russland rechnet seinerseits mit der baldigen Aufnahme der Verhandlungen und arbeite mir seiner Agenda, die etliche Abkommen vorsieht, weiter.

"Die OECD hat leider einen politisch motivierten Beschluss gefasst, den OECD-Beitrittsprozess für Russland einzustellen. Das wirkt sich zweifellos auf das Tempo des Beitritts aus. Russland stoppt seine Arbeit im Rahmen der OECD-Agenda nicht, wir hoffen, dass der Beschluss des OECD-Rates in absehbarer Zeit revidiert wird", kommentierte die Quelle in der russischen Regierung die Situation für die Praim-Nachrichtenagentur.

Das Zentrum "Die OECD - Staatliche Universität Hochschule für Wirtschaft", das die Teilnahme Russlands an den OECD-Projekten koordiniert, teilt diese Meinung. "Wir hoffen, dass dieser

Beschluss, der durch die politischen Ereignisse rund um die Ukraine motiviert wurde, eine vorübergehende Erscheinung ist", lautet es in der Erklärung von Tatjana Meschkowa, der Direktorin des Zentrums.

Zu den Teilnehmern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die zu den wichtigsten internationalen Einrichtungen im Bereich Wirtschaft gehört, zählen 34 Länder: Das sind meistens die EU-Mitlieder, aber auch die USA, Australien, die Türkei, Japan, Südkorea, Kanada, Israel, Chile, Mexiko, Neuseeland. Russland startete die Beitrittsgespräche noch 1990, 1994 wurde die Deklaration über die Zusammenarbeit unterzeichnet, 1996 beantragte Russland den Beitritt zu der Organisation. Seit dem Jahr 2009 verlaufen die Verhandlungen. Der WTO-Beitritt Russlands bedeutete die Abschaffung des letzten Hindernisses auf dem Weg zur OECD.

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