Der russische Milliardär Michail Fridman kauft RWE Dea

Der Mitbesitzer der „Alfa-Group" Michail Fridman, der auf dem zweiten Listenplatz der russischen Forbes-Liste steht, kauft eines der größten Öl- und Gasunternehmen Deutschlands RWE Dea für 5,1 Mrd. €. Wenn der Deal abgeschlossen wird, wird er zu einem der teuersten Ankäufe der russischen Geschäftswelt im Ausland.

Als Käufer tritt die Investitionsgesellschaft LetterOne auf, die 2013 von Michail Fridman, German Chan und Alexej Kusmitschew gegründet wurde. Der Verkaufspreis liegt bei 5,1 Mrd €, unter Berücksichtigung der Schulden von Dea, die sich auf 0,6 Mrd. belaufen, und die an den Käufer übergehen, wird LetterOne 4,5 Mrd. € bezahlen.

Das ist ein Rekorddeal für eine russische Gesellschaft. RWE und LetterOne werden noch juristisch

bindende Verträge abschließen müssen. Der Deal wird vom Aufsichtsrat von RWE und der Regelsetzer in mehreren Ländern begutachtet werden müssen, wird in einer Nachricht der RWE gesagt.

Die Nachrichten über das Interesse der LetterOne an Dea kamen bereits im November 2013 auf, die Gespräche wurden noch nicht mal durch die Ereignisse in der Ukraine behindert. In der letzten Zeit wurden wegen des Krim-Konflikts und der Androhung von westlichen Sanktionen gegen Russland mehrere Börsentransaktionen in London eingefroren. Der Vorsitzende von RWE berichtete der Agentur Reuters, dass die Gesellschaft die deutschen Behörden über den Verkauf benachrichtigt hat und keine Bedenken von dieser Seite sieht.

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