Zenit verabschiedete sich aus der Champions League trotz eines Rückspielsieges beim BVB

Zenit St. Petersburg hat das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Borussia Dortmund gewonnen. Allerdings reichte der knappe Auswärtssieg nicht aus, um ins Viertelfinale einzuziehen: In der Addition von Hin- und Rückspiel unterlag Zenit mit 4:5. Die Partie in Dortmund endete mit einem 2:1-Erfolg für den russischen Vizemeister. Im Hinspiel im heimischen Petrowski-Stadion gewann Borussia Dortmund mit 4:2.

Im Rückspiel musste Zenit auf ein Wunder hoffen und den amtierenden Champions-League-Finalisten auf eigenem Feld mit drei Toren Unterschied besiegen. Dieses Unterfangen hatte sogar der Interimstrainer der Blau-Weißen Sergej Semak in einem Interview vor dem Spiel für unmöglich erklärt.

Schlussendlich hat es nicht für einen Viertelfinaleinzug gereicht, dennoch hat sich Russlands einzig verbliebener Club in der Königsklasse würdig verabschiedet.

In der 16. Minute schoss der Brasilianer Hulk mit einem fulminanten Weitschuss, der Weidenfeller keine Chance ließ, Zenit in Front. Sieben Minuten vor der Halbzeit köpfte Sebastian Kehl nach Flanke

von Schmelzer den Ball ins Tor der Petersburger und zerstörte somit viele Hoffnungen auf ein Weiterkommen. In der zweiten Hälfte konnte Zenit dennoch das Siegtor erzielen. In der 73. Minute traf der eingewechselte venezolanische Stürmer Salomón Rondón freistehend per Flugkopfball ins Dortmunder Gehäuse.

„Es war für mich sehr erfreulich, dass die Jungs bis zum Ende der Partie gekämpft haben", sagte der ehemalige Zenit-Spieler Aleksej Strepetow in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS. „Die Mannschaft hat das getan, worum ihn russische Fußballfans und Experten gebeten haben: Das Team hat mit Würde in Dortmund gespielt. Was die Chancen auf das Weiterkommen angeht, so konnte man nach dem Ausgleich der Borussia erkennen, dass Zenit dennoch gewillt war, sich anständig von der europäischen Bühne zu verabschieden."

Kurz vor dem Rückspiel in Dortmund wurde Zenit-Trainer Luciano Spaletti entlassen. Die Nachfolge des Italieners war schnell gefunden. Heute wurde der neue Zenit-Cheftrainer André Villas-Boas in St. Petersburg vorgestellt, der durch seine Arbeit beim FC Porto, Chelsea und bei den Tottenham Hotspurs bekannt wurde.

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