Die Stimmen von Krimbewohnern werden während der „Eurovision 2014“ als ukrainische Stimmen gewertet

Der Skandal um die Stimmen der Krim-Bewohner entbrannte noch im April, als die schwedische

Sängerin Loreen, Siegerin von „Eurovision“ im Jahr 2012, sagte, dass die Krim als illegitim angeeigneten Teil der Ukraine angesehen werden sollte und es falsch ist, die Stimmen dort als zu Russland gehörend zu werten“. Deshalb beschlossen die Organisatoren letztendlich, dass die Stimmen der Krim-Bewohner als ukrainische Stimmen angesehen werden sollen, meldet ITAR-TASS.

Nach den Regeln von Eurovision kann kein Land für den eigenen Darsteller stimmen. Die Wertung der Stimmen erfolgt anhand des Telefoncodes, von dem aus die Abstimmung erfolgte. Die Telekommunikation auf der Halbinsel erfolgt heute über ukrainische Betreiber. So kann es kommen, dass die Bewohner der Krim einen russischen Kandidaten unterstützen können, nicht jedoch einen ukrainischen.

Die Bevölkerung der Krim beträgt ca. 2 Mio. Einwohner, deshalb können die Stimmen der Krim-

Bewohner wesentlich auf die Ergebnisse von „Eurovision“ einwirken, befürchten die Teilnehmer des Wettbewerbs. Der Hauptaufseher des Wettbewerbs Ola Sand nannte die Situation auf der Krim „Realien außer Kontrolle“, bemerkte aber, dass die Bewohner dieser Region nicht wegen politischer Ereignisse von der Abstimmung ausgeschlossen sein sollten.

Das Finale des Wettbewerbs findet am 10. Mai in Kopenhagen statt. Russland wird von den Schwestern Tolmatschow vertreten, die das Lied „Shine“ vortragen.

 

Nach Materialein von ITAR-TASS und Wedomosti-Ukraine