Fan-Krawallen: Zenit St. Petersburg soll die nächsten zwei Spiele bei leeren Tribünen spielen

Das Kontroll- und Disziplinarkommitee des Russischen Fußballverbands belegte den  FC Zenit St. Petersburg mit einer Strafe von 1 Mio. Rubel (ca. 20.000 €) und verpflichtete ihn, zwei Heimspiele der Russland-Meisterschaft bei leeren Tribünen durchzuführen. Grund für die Entscheidung waren Fan-Ausschreitungen während des Spiels der Premjer-Liga mit dem FC  Dynamo Moskau. Desweiteren wird es Zenit untersagt werden, während weiterer drei Spiele der Meisterschaft Personen in den Fan-Sektor zu lassen. Darüber berichtete den Medien der Kommiteevorsitzende Artur Grigorjanz.

Das Spiel zwischen  FC Zenit und FC Dynamo Moskau, das am Sonntag in St. Petersburg stattfand,

wurde bei einem Spielstand von 2:4 während seiner 86-ten Minute unterbrochen. Während der Schlussphase der zweiten Halbzeit drangen Fans auf das Spielfeld des Petrowskij-Stadions. Einer der Fans schlug dem Dynamo-Verteidiger Wladimir Granat ins Gesicht. Eine medizinische Expertise stellte ein geschlossenes Hirn-Schädel-Trauma beim Fußballer fest.

Der Zenit-Generaldirektor Maxim Mitrofanow nannte die Entscheidung hart, stellte aber fest, dass dabei die Spiele trotzdem in St. Petersburg ausgetragen werden. „Zwei Spiele werden wir leider ohne Zuschauer spielen müssen, aber echte Fans werden danach das Spiel der Mannschaft ansehen können. Was radikale Fans betrifft, so ist die Bekanntgabe der Sektor-Disqualifizierung nur eine Maßnahme, um sie zu besänftigen. Der Klub erarbeitet gemeinsam mit der Polizei eine Reihe von Maßnahmen juristischer und organisationstechnischer Natur, die in Zukunft ein Aufkommen rechtswidriger und illegaler Handlungen von Fans im Stadion unterbinden soll", wird Mitrofanow von der offiziellen Website des  FC Zenit St. Petersburg zitiert.

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