Moskau verbietet den „Bärtigen Marsch“ zu Ehren von Conchita Wurst

Moskauer LGBT-Aktivisten mussten ein Verbot ihres Aufmarsches hinnehmen, der zum Jahrestag des Verbots einer strafrechtlichen Verfolgung für Homosexualität in Russland stattfinden sollte, meldet das Portal GayRussia.ru.

Einer der Organisatoren der Demonstration, der bekannte LGBT-Aktivist Nikolaj Alexejew, nannte die Entscheidung der Behörden rechtswidrig und sagte, sie werde in einem Eilverfahren vor Gericht angefochten. Nach Ansicht des Aktivisten ist der Sieg der österreichischen Dragqueen Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest ein Schlüsselereignis für Russland; ihr beliebtes Beispiel „zerstört Vorurteile gegenüber der LGBT-Gemeinschaft".

„Der Marsch bärtiger Frauen und Männer zu Ehren von Conchita Wurst" mit einer geplanten

Teilnehmerzahl von bis zu 100 Personen war für den 27. Mai angesetzt.

Conchita Wurst wurde Bühnenbildnis, das vom Musiker Tom Neuwirth kreiert wurde, zum Sieger des 59. Eurovision Song Contest. Die Wahlergebnisse der Zuschauer in Russland zeigten Conchita Wurst auf dem dritten Platz. Nach der Zusammenlegung der Punkte der nationalen Jury und der Ergebnisse der Zuschauerabstimmung nahm Conchita Wurst aber lediglich den 11. Platz in Russland ein.

Der Sieg des österreichischen Travestiekünstlers rief in der russischen Gesellschaft eine lebhafte Diskussion hervor. Derweil wurde der Sieges-Song von Conchita Wurst mit dem Titel „Rise Like a Phoenix" zum Downloadführer der Charts „iTunes Russia", wie Daten der Apple-Website belegen.

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