GPS wird in Russland weiterhin funktionieren

Der offiziellen Meldung von der russischen Weltraumagentur „Roskosmos" zufolge werden die Bodenstationen von GPS auf dem Staatsgebiet Russlands weiterhin im Rahmen der bestehenden Abkommen bis zum 31. August weiterfunktionieren, jedoch nicht zu Militärzwecken eingesetzt werden können. Bei „Roskosmos" unterstrich man, dass nun eine Verwendung der Information von Stationen des globalen Seismischen Netzwerks ausgeschlossen wird, welche mit Signale des GPS-Systems funktioniert. So wurde die Meldung des Vize-Premiers Dmitrij Rogosin über einen möglichen Funktionsstopp des amerikanischen Navigationssystems in Russland zum 1. Juni nicht realisiert.

Seinerseits erklärte Rogosin, dass die GPS-Stationen in Russland unter vollständiger Kontrolle der Behörden des Landes sind. Dmitrij Rogosin meldete auch, dass Russland Gespräche mit den USA zu

einer Platzierung von Stationen des GLONASS-Systems auf dem Staatsgebiet der USA initiiert hat. „Die Frist gilt bis zum 31. August. Nach den Ergebnissen werden weitere Entscheidungen getroffen", konkretisierte der Vize-Premier.

Erinnert sei daran, dass über das Nutzungsverbot von GPS in Russland am 13. Mai bekannt wurde, als der Vize-Premier Dmitrij Rogosin Antwortmaßnahmen bekanntgab, die Russland bereit ist, wegen der sich anhäufenden Gegensätze mit den USA im Bereich der Zusammenarbeit im Weltall, umzusetzen. Er versprach, schon zum 1. Juni die Arbeit der GPS-Stationen auf dem Staatsgebiet Russlands zu stoppen, wenn Washington nicht einer Platzierung von GLONASS-Stationen in Amerika zustimmen sollte. Der Bau von GLONASS-Stationen auf dem Staatsgebiet der USA wurde in Zusammenhang damit unmöglich, dass die Kongress-Abgeordneten eine Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA durch GLONASS vermuteten.

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