Eine Tonne Müll aus dem Baikalsee geborgen

Am 1. Juni haben die Mitarbeiter des Baikal-Suchtrupps eine Aktion zur Säuberung des berühmtesten russischen Sees durchgeführt. Insgesamt schafften sie es, fast eine Tonne Müll vom Boden des Baikals zu heben. Darunter Baumstämme, Autoreifen und Schiffsteile.

„Normalerweise werden technische Abfälle herausgeholt. Aber es gibt auch 'Schätze': Fotoapparate, teure Uhren, Telefone und Brillen. Eine große Freude war Geschirr aus der Zarenzeit“, erzählte die Organisatorin der Aktion Jelena Maslowa gegenüber NEWSru.com.

Das Föderalprogramm zum Schutz des Gewässers wurde nach der Expedition Wladimir Putins zum Baikal 2009 implementiert. Als Hauptverschmutzer des Sees wird die Zellulose- und Papierfabrik angesehen. Dieses Unternehmen arbeitet am Ufer des Sees seit 1966 und ist für 95% der Verschmutzung verantwortlich.

Der Baikal ist der tiefste See der Welt. 1996 wurde er in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen. 2006 begannen 400 km weit von ihm Arbeiten an einer Pipeline, die Öl- und Gasfundstätten Sibiriens mit den asiatischen und amerikanischen Märkten verbindet.

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