Immer weniger Russen denken an Emigration

Der Prozentsatz der Russen, die planen, das Land dauerhaft zu verlassen, ist gesunken, finden die Soziologen des „Lewada-Zentrums“. Die Ergebnisse der Umfrage über Auswanderung besagen, dass nur 17% der Respondenten darüber nachdenken. Zum Vergleich waren es 2011 noch 22%, so „NEWSru.com“.

Am häufigsten äußern junge Menschen im Alter von 18 bis 24 den Wunsch, ihr Heimatland zu verlassen, sowie jene, die Hochschulabschlüsse haben und einen stabilen und hohen Lohn haben. Unter diesen Befragten bestätigten nur 3%, dass sie bereits einen festen Entschluss gefasst haben, Russland zu verlassen, und die nötigen Dokumente vorbereiten.

Hauptmotiv für die künftigen Migranten war eine Unzufriedenheit mit den Lebensbedingungen in der Russischen Föderation (46%), oder der Wunsch, den Kindern „eine würdige und sichere Zukunft“ zu geben (31%). Viele sind um die instabile wirtschaftliche Situation in Russland besorgt (29%), die Schutzlosigkeit vor den Behörden und Beamten (16%), die heutigen Bedingungen für das Unternehmertum (16%), Kriminalität, Terrorismus (12%) und eine allgemein „in Russland herrschende politische Situation“ (11%).

Unabhängig von einer Reihe von Gründen, plant eine absolute Mehrheit der Befragten nicht, das Land zu verlassen (77%). In erster Linie sind das Frauen, ältere und schlecht gebildete Personen, berichtet "Kommersant".

Die Umfrage fand Ende Mai in 45 Regionen der Russischen Föderation unter 1600 Befragten statt.

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