Angriff auf russische Botschaft in Kiew: Lawrow empört über ausbleibende Reaktion des Westens

Nach der Attacke von Demonstranten auf die russische Botschaft in Kiew hat Russland Außenminister Sergej Lawrow den ukrainischen Behörden Untätigkeit vorgeworfen und sich besorgt über die ausbleibende Reaktion des Westens geäußert.

In einem Telefonat mit dem deutschen Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier äußerte Lawrow am Sonntag „seine tiefe Besorgnis über den Angriff auf die russische Botschaft in Kiew sowie über die Reaktion der westlichen Partner, die sich geweigert hatten, im UN-Sicherheitsrat

diesen Akt von Vandalismus zu verurteilen", teilte das Moskauer Außenamt mit. In einem Telefongespräch mit dem französischen Außenamtschef Laurent Fabius „äußerte Lawrow seine Empörung über die Untätigkeit der Kiewer Behörden, die die Ausschreitungen vor der Botschaft Russlands zugelassen hatten".

Am Samstag hatten ukrainische Demonstranten die russische Botschaft in Kiew attackiert. Die aufgebrachte Menschenmenge bewarf das Gebäude mit Eiern, Steinen und Feuerwerkskörpern; Randalierer rissen die russische Fahne nieder und stützten Autos von Botschaftspersonal um. Die Sicherheitskräfte sahen tatenlos zu. Die Kiewer Polizei teilte RIA Novosti mit, keine Rechtsverletzungen registriert zu. Russland schlug im UN-Sicherheitsrat eine Resolution vor, die den Angriff auf die diplomatische Vertretung verurteilt. Der Entwurf wurde jedoch von westlichen Ländern blockiert.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Stimme Russlands.

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