GUS-Staatsbürger werden nur mit Reisepässen nach Russland einreisen dürfen

Die russische Regierung hat Bürgern von Tadschikistan die Einreise mit inneren Pässen verboten. Sie werden ab dem 1. Januar 2015 einen Reisepass, einen diplomatischen Pass oder einen Seefahrerausweis dafür brauchen, besagt die Regelung der Regierung. Die neuen Regelungen werden bis zu einer halben Million Menschen betreffen, berichtet "Kommersant". 

Die inneren Pässe konnten von den Tadschiken seit 2005 in Russland verwendet werden. Damit nimmt Tadschikistan den dritten Platz nach den Einreisezahlen nach Russland ein. Bis Ende des Jahres wird die Einreise mit Reisepässen für alle Länder der GUS mit Ausnahme von Belarus und Kasachstan eingeführt. Der Beschluss besagt, dass dies zum Jahr 2015 passieren wird. Experten finden, dass die Regierung damit zumindest die Anzahlen von Arbeitsmigranten in Russland feststellen können wird.

Nach Angaben des Föderalen Migrationsdienstes gab es zum 1. Juni 2014 11,1 Mio. Ausländer in Russland, darunter 2,57 Mio. aus Usbekistan, 1,6 Mio. aus der Ukraine und 1,17 Mio. aus Tadschikistan. 35% des Migrationsstroms entfällt auf Moskau und die Moskauer Region. Ca. 3,7 Mio. Ausländer halten sich illegal in der Russischen Föderation auf. Nach Daten des Außenministeriums der Russischen Föderation befinden sich 1,5 Mio. tadschikische Bürger in Russland.

Die Beamten reden seit dem letzten Jahr kontinuierlich über die Verschärfung der Migrationspolitik. Der Leiter des Föderalen Migrationsdiensts Konstantin Romodanowskij berichtete zuvor über die Einreiseverhinderung für 800.000 Ausländer und meldete im Juni 2014 über eine Verringerung des Migrationsstroms nach Russland um 20% im Vergleich zu 2013. Dabei sprachen Vertreter des Migrationsdiensts im November 2013 im Gegenteil von einem zehnprozentigen Anstieg der Einreisen.

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