Russland wird Beschluss von Haager Gericht über Entschädigung ehemaliger Yukos-Aktionäre bestreiten

Russland wird den Beschluss des Schiedsgerichts in Den Haag, der der Klage ehemaliger Yukos-Aktionäre stattgibt, in niederländischen Gerichten bestreiten und rechnet mit einem positiven Ergebnis. Dies steht in einer Mittteilung auf der Homepage des russischen Finanzministeriums.

Im Amt wies man auf bedeutende Mängel im Beschluss des Haager Gerichts hin, das Russland verpflichtete, den früheren Yukos-Aktionären 50 Milliarden Dollar auszuzahlen. Es wird unterstrichen, dass die Untersuchung sowie die Beweisführung „einseitig" seien.

Der Ex-Chef der Ölgesellschaft Yukos, Michail Chodorkowski, hat die Entscheidung des Ständigen Schiedsgerichtshofes in den Haag begrüßt. „Es ist schön, dass Miteigentümer des Unternehmens

eine Chance auf Entschädigung bekommen", wird Chodorkowski am Montag auf der Internetseite seines Pressezentrums zitiert.

Im Jahr 2003 hatten die russischen Behörden der Führung von Yukos, damals des größten Erdölunternehmens des Landes, Wirtschaftsverbrechen zur Last gelegt. Eine Reihe von Leitern des Unternehmens wurde zu Freiheitsentzug, hauptsächlich wegen Betrugs und Steuerhinterziehung, verurteilt. In der Folgezeit wurde Yukos für bankrott erklärt.

Die wichtigsten Yukos-Aktiva gingen an den staatlichen Energiekonzern Rosneft. 2005 reichten frühere Yukos-Aktionäre beim Schiedsgerichtshof in den Haag Klage wegen Zwangsenteignung ein. Geklagt hatte das in Gibraltar registrierte Unternehmen GML, zu deren Eigentürmern vermutlich Leonid Newslin und Wladimir Dubow, ehemalige Yukos-Großaktionäre, gehören.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Stimme Russlands.

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