Verursacher nationalistischer Pogrome in Moskau verurteilt

Am Montag, 28. Juli  sprach das Moskauer Stadtgericht das Urteil für Orchan Sejnalow aus, den Schuldigen am bekannten Mord, der zu nationalistischen Unordnungen im Moskauer Stadtbezirk Birjulewo im Herbst 2013 führte. Das Gericht verurteilte Sejnalow zu 17 Jahren Freiheitsentzug.

Sejnalow wurde für schuldig an dem Mord an Jegor Schtscherbakow im Oktober des letzten Jahres bekannt und wird 17 Jahre lang seine Strafe in der Kolonie mit hartem Regime abbüßen, sowie den Verwandten des Opfers 3 Mio. Rubel (62,6 Mio. Euro) zahlen müssen.

Das Ereignis, das dem Stadtbezirks Birjulewo einen Namen machte, passierte in der Nacht des 10.

Oktobers 2013. Jegor Schtscherbakow und seine Freundin Xenija Popowa waren auf dem Weg nach Hause. Ihnen kam der betrunkene Sejnalow entgegen, der einen obszönen Ausdruck in Richtung der jungen Frau fallen ließ. Es folgte ein Streit, dessen Ausgang ein Messerkampf war. Der angekommene Krankenwagen stellte den Tod Schtscherbakows fest.

Am 12. Oktober fand vor dem Haus, in dm Schtscherbakow wohnte eine Volksversammlung der Ansässigen und der nationalistisch eingestellten Jugend statt. Das Treffen der Bewohner, die mit der Nachbarschaft zum Gemüselagerstätte unzufrieden waren, wo größtenteils transkaukasische und zentralasiatische Zuwanderer arbeiteten, wuchs schnell in Unruhen mit einer Vernichtung von Autos und Verkaufsstellen mit angenommenen ausländischen Besitzern über. Die Ordnungswidrigkeiten konnten mithilfe eines großen Polizeiaufgebots gestoppt werden. Diese Ereignis hatte die Schließung der Gemüselagerstätte sowie eine Reihe von Entlassungen in der Stadtverwaltung und der Polizei der Stadt zur Folge.

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