Journalistenpraktikum bringt russische Nachwuchsjournalisten in deutsche Redaktionen

Die Praktikanten des Deutsch-russischen Forums während des Einführungsseminars im Jahre 2012. Foto: Ekaterina Anokhina

In den kommenden zwei Monaten lernen 14 angehende und junge Nachwuchsjournalisten aus Russland auf Einladung des Deutsch-Russischen Forums den Alltag in deutschen Redaktionen kennen – von der Regionalzeitung bis zur Rundfunkanstalt. Dabei sollen die Teilnehmer nicht nur ihr journalistisches Handwerkszeug ausbauen, sondern auch Land und Leute kennenlernen.

„Gerade in Zeiten, in denen dem beiderseitigen Verständnis einiges abverlangt wird, ist es wichtig, dass der Dialog nicht abbricht“, erklärte Michael Sasse, Vorstandsmitglied des Deutsch-Russischen Forums zum Auftakt des diesjährigen Programms in Berlin.

Die Teilnehmer erleben die Arbeitsweise einer deutschen Redaktion, erlernen die medienspezifische Umsetzung und Präsentation von Meldungen, Berichten und Reportagen und treten in einen unmittelbaren Austausch mit deutschen Kollegen.

Dabei lernen sie das deutsche Verständnis von Begriffen wie ‘Meinungsfreiheit’, ‘freier Journalismus’, ‘journalistische Ethik’ oder ‘öffentlich-rechtliches System’ auf ganz praktischem Weg kennen. Das Gelernte können sie mit den in Russland gemachten Erfahrungen vergleichen. Nach einer Einarbeitungsphase sollen alle Teilnehmer bei ihren Gastmedien die Möglichkeit erhalten, selbständig Themen zu recherchieren, Beiträge zu konzipieren und zu veröffentlichen.

Das Journalistenpraktikum wird seit 20 Jahren vom Deutsch-Russischen Forum in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Moskau und dem Freien Russisch-Deutschen Institut für Publizistik (FRDIP) an der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau organisiert. Von den mittlerweile über 300 Teilnehmern arbeiten heute viele als Journalisten im deutsch-russischen Kontext. 

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