Russland plant, den Tag des Unbekannten Soldaten einzuführen

Grab des Unbekannten Soldaten in Moskau. Foto: Nikolaj Koroljoff/RBTH

In Russland könnte ein neuer Gedenktag entstehen, der Tag des Unbekannten Soldaten. Die Abgeordneten der Staatsduma aus allen Fraktionen haben einen entsprechenden Gesetzesvorschlag zur Abstimmung in die Regierung eingebracht. Der Gesetzesvorschlag etabliert einen neuen Gedenktag, den 3. Dezember als Tag des Unbekannten Soldaten, denn es war genau am 3. Dezember 1966, dass die Überreste eines unbekannten Soldaten zum 25. Gedenktag des Siegs der Schlacht um

Moskau gegen die Nazi-Armee aus dem Massengrab beim 41. Kilometer der Straße Leningradskoje Schosse in den Alexandergarten gebracht wurde.

Am 25. September schlug Sergej Iwanow, Leiter der Verwaltung des Präsidenten die Idee zur Etablierung dieses Gedenktags vor. Iwanow bemerkte, dass er für Russland besonders aktuell ist, wenn man bedenkt, dass es in keinem anderen Land so viele verschollene Soldaten gab, wie in der UdSSR.

Der Co-Autor des Gesetzesprojekts, Vertreter des Sprechers der Staatsduma Franz Klinzewitsch („Geeintes Russland") erzählte der Zeitung „Iswestija", dass das Datum für das Abhalten des Feiertags nicht frei gewählt war. „Jährlich bringen die ersten Personen des Staates an diesem Tag Blumen zum Grab des Unbekannten Soldaten und gedenken somit derer, die im Kampf für ihr Vaterland gefallen sind", sagte er. „Im Ersten Weltkrieg sind bei uns 10 Mio. Menschen gestorben. Im Zweiten Weltkrieg waren es ca. 26 Mio. Nur ein geringer Teil dieser Masse kann identifiziert werden. Vom Gesichtspunkt der Wahrung einer Moral und kultureller Werte wäre es wichtig, einen solchen Feiertag einzurichten".

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