Zweite russische Rennstrecke erwirbt die Berechtigung, Formel-1-Rennen aufzunehmen

Foto: Alexej Kudenko/RIA Novosti

Die Rennstrecke „Moscow Raceway", die 95 km nordwestlich der russischen Hauptstadt liegt, bekam die höchste Lizenz der Fédération Internationale de l'Automobile (FIA). Darüber meldet man beim Pressedienst der Rennstrecke. Dort wird auch bemerkt, dass die Lizenz „Grande 1" das Recht dazu verleiht, Rennen jeder Art durchzuführen, inklusive der Etappen der Formel-1-Weltmeisterschaft. „Moscow Raceway" wurde zur zweiten Rennstrecke nach Sotschi, die diese Lizenz erhalten hatte.

Der Erhalt einer Lizenz der höchsten Kategorie garantiert allerdings nicht, dass ein Rennen der Formel-1 dort auch tatsächlich stattfindet. „In der näheren Zukunft ist ein weiteres Formel-1-Rennen in Russland unwahrscheinlich", bemerkt Igor Jermilin, Berater des Präsidenten der Russischen Automobilföderation in einem Interview an die TASS-Agentur. „In Sotschi wird der Grand-prix

Russlands durchgeführt, der Promotingvertrag für dieses Rennen gilt bis 2020 und es gibt keinerlei Grund, irgendwas an diesem zu ändern".

„Die Durchführung der Formel-1-Etappe hängt mit einem abgeschlossenen Promotingvertrag und weiteren Organisationsdetails zusammen und meiner Information nach ist die Rennstrecke selbst nicht bereit, den Prozess des Erhalts von Durchführungsrechten für eine Formel-1-Etappe selbst zu finanzieren. Wenn sich Drittmittel finden, die an diesem Projekt beteiligt sein werden, dann ist die Durchführung von Rennen der Formel-1 dort möglich", erzählt Jermilin.

Die Rennstrecke „Moscow Raceway" ist 2012 eröffnet worden. Der Bau der Strecke, welche durch den deutschen Architekten Hermann Tilke geplant wurde, kostete 86 Mio. Dollar. Sie nahm bereits Rennen der FIA WTCC, DTM und der Weltserie von Renault auf.

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