Die russische Formel-1-Mannschaft „Marussia“ ist pleite

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Der Hauptbesitzer der Formel-1-Mannschaft „Marussia F1 Team" und Unternehmer aus der Russischen Föderation Andrej Tschglakow verkündete den Stopp des Sponsoring-Programms für die Mannschaft. „Das ist eine traurige Nachricht, aber man kann sie vor dem Hintergrund der großartigen Grand-Prix-Etappe in Sotschi sehen, die zum ersten Mal in meinem Land abgehalten wurde", sagte Tscheglakow der Nachrichtenagentur TASS. Tscheglakow bemerkte, dass er die Finanzierung der Mannschaft komplett stoppt. Nach Angaben der „The Formula One Black Book 2014" betrug der Haushalt von „Marussia" in der laufenden Saison 69,2 Mio. Dollar.

Offiziell wurde angekündigt, dass „Marussia" den anstehenden Grand-Prix in Austin, USA verpassen

würde. Die Mannschaft wurde für insolvent erklärt und dem externen Leiter Jeff Rowley aus dem Auditor-Unternehmen „FRP Advisory" übergeben.

„Fünf Jahre lang seit der Gründung der Mannschaft hat ein Privatinvestor alle Ausgaben übernommen, der sie auf das mittlere Niveau in der Formel-1 brachte", sagt die Kommentatorin und Promoterin des Rennens Oxana Kosatschenko. „Das Projekt war für eine langfristige Perspektive ausgelegt und auf Einnahmen aus Investitionen aus Russland und Interessenssteigerung für die Formel-1 als eine der stärksten Marketing-Plattformen. Leider hat sich in den fünf Jahren keine Gesellschaft im Lande gefunden, die alle Vorzüge schätzen könnte, die die Formel-1 verleiht".

„Marussia", die auf der Basis der „Virgin"-Mannschaft gegründet wurde, startete mit der Formel-1 im Jahre 2012. In der laufenden Saison nimmt „Marussia F1" den neunten Platz im „Constructors' Championship", was zwei Punkten des französischen Piloten Jules Bianchi in Monaco zu verdanken ist. Bianchi selbst ist am 5. Oktober während des Grand-Prix in Japan verunglückt und befindet sich derzeit in einem schweren Zustand im Krankenhaus.

 

Die ungekürzte Fassung dieses Beitrags erschien zuerst bei Vedomosti.

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