S&P beschließt das Ranking Russlands nicht abzusenken

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Die Agentur Standard&Poor's hat davon abgesehen, das Ranking Russlands noch weiter abzusenken und beließ das Land auf dem Investitionsniveau BBB – mit negativen Aussichten. Wie die Analytiker von S&P klarstellten, hat die Einführung der Sanktionen gegenüber Russland seine Kreditwürdigkeit nicht verschlechtert. Doch eine Woche vor der Veröffentlichung des Rankings prognostizierten Wirtschaftler die Absenkung des Rankings bis „spekulativ", was den Rubelkurs und die Börsenzahlen schwächte.

Der Rubel sackte unter den negativen Erwartungen stark durch und erreichte neue Antirekorde von einem Dollar-Wechselkurs von über 42 und einem Eurokurs von über 53 Rubel. Am Montag und Dienstag setzte die russische Währung trotz der positiven Nachrichten ihren Fall fort. Auf den Börsen war eine gegenläufige Dynamik zu erkennen: Der MICEX nahm um 11:15 Moskauer Zeit 1,5% auf. Gleichzeitig damit stieg der Index von RTS, der anhand von Dollarpreisen für Aktien berechnet wird, 1,35% an.

„Der Verbleib des russischen Rankings auf einem Investitionsniveau ist ganz klar eine positive Nachricht für uns. Die Aktien mehrerer russischer Unternehmen sind überverkauft, deshalb ist das

Halten der Rankings ein wunderbarer Anlass zu einem lange ausstehenden Korrektur nach oben", erklärte Kira Juchtenko, die führende Analytikerin des Brokerage-Unternehmens „FBS" RBTH.

In der Meldung von S&P wird darauf hingewiesen, dass die Bestätigung der Rankings die starke Position der Außenaktiva Russlands und die mäßige Staatsverschuldung wiederspiegelt. Eine solche Tendenz wird laut der Agentur auch in den Jahren 2014-2017 beibehalten. Spezialisten von S&P nehmen an, dass die Sanktionen gegenüber Russland aufgrund der fehlenden Deeskalation im Konflikt um die Ukraine aufrechterhalten werden.

Als Hauptrisiko für das Ranking nennt S&P allerdings nicht die äußeren Beschränkungen, sondern die Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation und die wachsende Abhängigkeit des Haushalts von Erdöl- und Erdgaserträgen.