Russische Minister halten geschlossenes Treffen mit deutschen Geschäftsleuten ab

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In Moskau ist am 5. November ein Treffen zwischen Geschäftsleuten aus Deutschland und russischen hochrangigen Beamten abgehalten worden. Unter den Teilnehmern waren der Vorsitzende des Direktorenrats der Wintershall Holding GmbH Rainer Seele, der Vorstandsvorsitzende der Metro AG Olaf Kochund der Abteilungsleiter für Politik und Außenbeziehungen der Daimler AG Eckart von Klaeden. Die russische Seite war vom Vize-Premierminister Igor Schuwalow und dem Außenminister der Russischen Föderation Sergej Lawrow vertreten. Darüber berichtet die Zeitung „Kommersant" unter Verweis auf eine delegationsnahe Quelle.

Das Treffen war nicht angekündigt. Nach dessen Ende meldete das Außenministerium, ein solches Treffen habe stattgefunden. „Es gab einen interessierten und konkreten Meinungsaustausch über den Stand und die Perspektiven der bilateralen Kooperation im Bereich der Wirtschaft und Investition.

Sergej Lawrow stellte auch die russische Wertung der laufenden Geschehnisse in der Ukraine und die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland, EU und NATO dar", besagt die Meldung auf der Webseite des Ministeriums.

Nach Angaben von „Kommersant" war das Treffen vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft organisiert. Im Pressedienst der Organisation bestätigte man das Treffen. „Es wurden die russisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen und Auswege aus der aktuellen Krise diskutiert. Mehr können wir nicht sagen: Die Gespräche waren geschlossen und vertraulich", sagte man der Zeitung.

Insgesamt zählte die Delegation der deutschen Geschäftsleute 15 Personen. Außer den Top-Managern der Wintershall, Metro und Daimler nahmen eine Reihe an Leitern und Großverwaltern der Vertretungen großer deutsch Konzerne in Russland. Unter ihnen war auch der Siemens-Präsident in Russland Dietrich Möller. Diese und Vertreter „einer Reihe anderer großer deutscher Gesellschaften versuchten die Regierung der BRD zu überreden, Sanktionen gegen Russland nicht einzuführen, um dem gemeinsamen Geschäft nicht zu schaden". Während des Treffens diskutierten die Teilnehmer die Aufrechterhaltung von Geschäftsverbindungen der beiden Länder „unter Bedingungen von Sanktionen und der Beziehungskrise zwischen Russland und der EU", meldete die Quelle. Sie sagte weiterhin, die Geschäftsleute hätten Moskau „ermuntert" verlassen.

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