Das berühmte „Melnikow-Haus“ öffnet seine Türen für Besucher

Foto: Sergey Michejew / RG

Das staatliche Konstantin-und-Wiktor-Melnikow-Museum in Moskau nahm seine Arbeit in der Testphase am 3. Dezember auf. Besucher werden nun zum ersten Mal das experimentelle Werkstatt-Haus von Konstantin Melnikow, einem herausragenden Avantgarde-Architekten sehen können.

Im Rahmen des gerade im Prozess der Herausarbeitung stehenden Führungsprogramms werden die Gäste alle Innenräume des Denkmals besuchen, auch die Werkstatt und die Terrasse und die historische Einrichtung des Museums begutachten, die mit authentischen Möbelstücken und anderen persönlichen Sachen ausgestattet ist, welche dem bekannten Architekten Konstantin Melnikow und seinem Sohn, dem Avantgarde-Künstler Wiktor Melnikow gehört haben. Das Kunsterbe und die Archive der Melnikows konnten die Besucher noch nicht sehen, weil hier Restaurierungsarbeiten benötigt werden.

 

Info:

2011 wurde die Hälfte des Melnikow-Hauses unter die Verwaltung des Staatlichen Schtschusew-Museums gestellt, womit das Testament des Sohns des berühmten Architekten Wasilij Melnikow erfüllt wurde. Dem Testament zufolge, in dem auf den Willen des Architekten selbst verwiesen wird, sollte in dem Haus ein Museum entstehen. Doch aufgrund des komplizierten Status des Hauses ist die zweite Hälfte des Hauses im Besitz der zwei Töchter von Wasilij Melnikow geblieben und man konnte das Museum lange Zeit nicht eröffnen. Die Umsetzung des Willens des Architekten wurde von einem Gerichtsprozess behindert, welchen die Enkelinnen des Architekten aufgrund der Teilung der Eigentümerrechte begannen. Diese Fragen konnten erst Ende 2014 geklärt werden.

Konstantin Stepanowitsch Melnikow ist ein russischer und sowjetischer Architekt, ein anerkannter Künstler der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik und einer der Vorhut des Avantgarde in der sowjetischen Architektur der 20er und 30er Jahre. 100 Jahre nach dem Geburtstag des Architekten erklärte die UNESCO dessen Haus zum Kulturerbe.

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