BP steigt in einem neuen Joint Venture mit Rosneft ein

Die russische Erdölgesellschaft Rosneft, die zuvor in den Sanktionslisten sowohl der USA, als auch der EU auftauchte, konnte einen strategischen Partner für die Erschließung einer großen Lagerstätte in Ostsibirien finden, meldet die russische Wirtschaftszeitung Kommersant. Ein 20%-iger Anteil an dem Projekt wird an die britische BP verkauft, die damit der größte Aktieninhaber an der staatlichen Gesellschaft ist (sie besitzt 19,75% der Anteile von „Rosneft").

Die Lagerstätte, für deren Erschließung das Joint Venture gegründet wird, führt 135 Mio. t Erdöl sowie über 155 Mrd. m³ Erdgas.

Quellen, die das Abkommen kennen, schätzen dessen Summe auf 700 bis 800 Mio. Dollar, schreibt Kommersant. Bislang hatten die Parteien nur eine vorläufige Erklärung unterzeichnet, der Deal soll

Anfang 2015 abgeschlossen werden. Bei Rosneft und BP wollte man keine Kommentare abgeben.

Ein strategischer Partner für das Projekt wurde seit 2013 gesucht. Als wahrscheinlichster Kandidat galt die chinesische CNPC, mit der die staatliche Gesellschaft im Oktober 2013 sogar ein Joint Venture gegründet hat, doch CNPC konnte sich mit dem russischen Unternehmen nicht über die Bedingungen des Abkommens einigen.

Im November hatte die britische BP, der größte Aktieninhaber von Rosneft bekanntgegeben, dass ihr Gewinn aus den 19,75% Aktien an dem russischen Staatsunternehmen im dritten Quartal 110 Mio. Dollar betragen hat.

BP wurde vor zwei Jahren zu einem der wichtigsten ausländischen Partner von Rosneft, als sie 19,75% der Aktien am Unternehmen im Rahmen der Konsolidierung von TNK-BP durch dieses erhielt (davor waren die Partner lediglich als Mitinhaber der deutschen Ruhr Öl miteinander in Kontakt).

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Kommersant

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