Vorsitzender des russischen Menschenrechtsrats: Anschlag in Paris ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit

Der russische Menschenrechtsrat hat den Terroranschlag auf die Redaktion des Satire-Magazins „Charlie Hebdo" in Paris scharf verurteilt. In einer Meldung nannte Michail Fedotow, Vorsitzender des Menschenrechtsrats der Russischen Föderation zum Ausbau von Zivilgesellschaft und Menschenrechten, ihn einen Versuch, die Meinungsfreiheit mit Waffengewalt zu unterbinden.

„Der menschenverachtende Mord an den französischen Journalisten ist ein Versuch, die Meinungsfreiheit mit Maschinengewehrsalven zu verbieten. Es gibt keine Entschuldigung dafür und es kann auch keine geben: Jegliche Diskussionen über die Regeln der journalistischen Ethik kann man

nur mit lebenden und nicht mit toten Journalisten führen. Und natürlich nicht mit überzeugten Anhängern des Terrorismus", erklärte Fedotow.

Er sei überzeugt, dass die Terroristen, die den Tod der französischen Karikaturisten verantworten, bald festgenommen und vor Gericht gestellt würden. Wichtig sei aber, dass „diese bestialische terroristische Handlung nicht zum Anlass einer Hexenjagd auf europäische Muslime wird und die Islamophobie anfacht", fügte Fedotow hinzu.

Weiterhin sprach der Menschenrechtsrat den Angehörigen der Opfer des Terroranschlags in Paris sein Beileid aus.

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