Lawrow: In Berlin wurde eine Vereinbarung getroffen, die Geschütze in der Ukraine abzuziehen

V.l.n.r. Die Außenminister der Normandie-Format-Länder Sergej Lawrow, Frank-Walter Steinmeier, Pawlo Klimkin und Laurent Fabius. Foto: Reuters

Die Außenminister des sg. „Normandie-Formats" einigten sich darauf, Unterstützung in der Frage eines sofortigen Abzugs schwerer Geschütze von der Berührungslinie in der Ukraine zu leisten, sagte der Außenminister Russlands Sergej Lawrow nach den Gesprächen in Berlin.

„Die wichtigste Entscheidung, die heute getroffen wurde, sie liegt in dem gemeinsamen Statement, das nach diesem Treffen abgestimmt wurde: Das ist eine kraftvolle Unterstützung in der Frage des

sofortigen Abzugs schwerer Geschütze von der Berührungslinie, die in den Minsker Vereinbarungen festgelegt wurde, und konkret im Minsker Memorandum vom 19. September", wird Lawrow von RIA „Novosti" zitiert.

Das „Normandie-Format" habe sich auch darauf geeinigt, dass die Kontaktgruppe zwischen Kiew, den Aufständischen, Russland und der OSZE ihre Arbeit aktiviert, merkte Lawrow an.

Dem russischen Außenminister zufolge ist dieser Beschluss „durchaus wesentlich, denn dies institutionalisiert das Format der Kontaktgruppe, in der die Aufständischen direkt mit der Regierung in Kiew kommunizieren."

„Wir haben uns darauf geeinigt, dass die Vertreter der Außenministerien von vier Ländern, Russland, der Ukraine, Frankreichs und Deutschlands, ihre Kontakte fortführen und den Fortschritt dessen kontrollieren, was heute beschlossen wurde", so der Minister.

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