Elektrotheater Stanislawskij in Moskau eröffnet

Das Projekt des Theaters. Foto: RIA Novosti

Am 26. Januar wurde in Moskau das Elektrotheater Stanislawskij feierlich eröffnet. Nach dem berühmten russischen Theaterreformer und Regisseur Konstantin Stanislawskij benannt, wird es die alten Traditionen der russischen Theaterkunst fortsetzen, aber auch den Nachwuchsregisseuren die Chance geben, ihre Ideen umzusetzen, so der neue Intendant des Theaters Boris Juchanow gegenüber RBTH.

Das Haus an der Twerskaja 23 hat eine lange Geschichte hinter sich. 1915 wurde hier das erste russische Kinotheater eingerichtet, das damals nach dem alten Sprachgebrauch ebenfalls Elektrotheater hieß. In den 30er Jahren wurde hier ein Opernstudio von Konstantin Stanislawskij eröffnet, das sich nach dessen Tod in ein berühmtes Sprechtheater umwandelte. So lebte das Theater die ganze zweite Hälfte des XX. Jahrhunderts, bis es 2003 und 2005 vom Feuer zerstört wurde.

2013 wurde das Gebäude komplett rekonstruiert und das Theater hat einen neuen Leiter Boris Juchanow bekommen, der ein neues Raumkonzept entwickelt hat. Vom baufälligen Gebäude und verstaubter Garderobe ist keine Spur. Ein relativ kleiner moderner Saal bietet 200-300 Zuschauern den Platz und ist so gebaut, dass er  je nach Art von Aufführung - sei es Tanz-Performance, Oper oder Musical - dank der Transformer-Konstruktionen jederzeit umorganisiert werden kann. Im Erdgeschoß werden außerdem kostenlose Ausstellungen stattfinden.

"Im Sommer 2015 wird zudem die Idee vom späten Stanislawskij ins Leben gerufen: zusammen mit modernen russischen Komponisten arbeiten wir an einer Opern-Serie", so Juchanow. 

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