Ukraine führt härtere Einreisebestimmungen für Russland ein

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Ab 1. März dürfen russische Bürger nicht mehr in die Ukraine mit ihren Inlandpässen einreisen und sollen sich mit dem Reisepass ausweisen. Das gilt auch für Kinder bis 14 Jahre, für die früher eine Geburtsurkunde reichte. Diejenigen, die einen Dienst- oder Diplomatenpass besitzen, können ungestört die russisch-ukrainische Grenze überqueren.  

Der ukrainische Premier Arsenij Jazenjuk hat solche Entscheidung damit erklärt, dass "die Einreise in die Ukraine nach den europäischen Regeln erfolgen muss." Damit stoppt die ukrainische Regierung ein Abkommen von 1997, in dem die gegenseitige visumfreie Einreise mit Russland festgelegt wurde. 

"Das ist eine unlogische Lösung, denn während die Russen in der Ukraine meistens ihre Verwandten besuchen, sind die ukrainischen Bürger häufig in Russland angestellt", meint Leonid Kalaschnikow, erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Duma-Ausschußes für internationale Beziehungen. Seinen Worten zufolge, sollte Russland eine angemessene Antwort geben, werden darunter in erster Linie die ukrainischen Bürger leiden. 

Darüber hinaus hat Kalaschikow darauf hingewiesen, dass Russland im Vergleich zu Ukraine ihre Aufenthaltsbedingungen erleichtert. So ist z.B. kürzlich erlaubt worden, in Russland innerhalb 90 Tagen statt früheren 30 ohne Anmeldung zu bleiben. 

Dass die Russen bald ein ukrainisches Visum beantragen werden sollen, hat der ukrainische Sicherheitsrat im März 2014 bereits mitgeteilt. In einem Monat hat Ukraine die Einreise für russische Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren begrenzt.