Berlinale 2015: Tickets für russische Filmpremieren komplett ausverkauft

Drei russische Filme wurden am Freitag, dem 6. Februar, auf der 65. Berlinale zum ersten Mal aufgeführt. Dieses Jahr wird russische Filmindustrie mit drei Streifen präsentiert: "Pionery-Geroi" (Pioneer Heroes) von Natalia Kudryashova, "14+" von Andrey Zaytsev und "Chaiki" ("Möwen") von Ella Manzheeva. Alle Tickets wurden im Voraus ausverkauft, es gab keinen freien Sitz im Kinosaal, meldet Interfax

"Pionery-geroi" läuft in der Kategorie Panorama. Es handelt sich um drei Freunde (zwei Frauen und einen Mann), die sich an ihre Kindheit in der ehemaligen Sowjetunion und die Pionierorganisation, die Mitglieder von der sie damals waren, erinnern. Unter Hauptdarsteller sind Daria Moroz, Juri Kusnezow, Anatoly Bely und Aleksei Mitin und Regisserin Natalia Kudryashova selbst zu nennen. 

In ihrem Debütfilm "Chaiki" erzählt Ella Manzheeva über eine Tragödie in einer kleinen Stadt in Kalmückien am Kaspischen Meer, wo gedreht wurde. Der Film nimmt an der Sektion "Forum" teil, wo man gewöhnlich Experimentalfilme präsentiert.

"Unter den Stromwolken" vom russischen Regisseur Alexej German kämpft im Wettbewerb um den Goldenen Bären. 

СHRONIK: Sowjetische und russische Preisträger auf der Berlinale

 

1975 • „Hundert Tage nach der Kindheit" von Sergej Solowjow: Der Silberne Bär für die beste Regie 

1987 • „Das Thema" von Gleb Panfilow: Der Goldene Bär für den besten Film

1977 • „Aufstieg" von Larissa Schepitko: Der Goldene Bär für den besten Film

1991 • „Der Satan" von Wiktor Aristow: Spezialpreis der Jury

1981 • „26 Tage aus dem Leben Dostojewskis" von Alexandre Zakhi: Der Silberne Bär für den besten Darsteller (Anatolij Solonitsyn)

1983 • „Auf eigenen Wunsch verliebt" von Sergej Mikaeljan: Der Silberne Bär für die beste Darstellerin (Jewgenija Gluschenko)

1994 • „Das Jahr des Hundes" von Semjon Aranowitsch: Der Silberne Bär für eine künstlerisch besondere Leistung

1984 • „Frontromanze" von Pjotr Todorowski: Der Silberne Bär für die beste Darstellerin (Inna Tschurikowa)

1999 • „Der Pharao" von Sergej Owtscharow: Der Goldene Bär für den besten Kurzfilm

1986 • „Die Reise eines jungen Komponisten" von Georgi Schengelaja: Der Silberne Bär für die beste Regie

1988 • „Die Kommissarin" von Alexander Askoldow: Spezialpreis der Jury

1990 • „Das asthenische Syndrom" von Kira Muratowa: Spezialpreis der Jury

2010 • „Wie ich diesen Sommer beendete" von Alexej Popogrebskij: der Silberne Bär für den besten Darsteller (Grigorij Dobrygin und Sergeij Puskepalis) und der Silberne Bär für herausragende künstlerische Leistung (Pavel Kostomarov)