LGBT-Paar, Donezk und Gaza-Streifen: So machte Russland bei World Press Photo auf sich aufmerksam

"Der Küchentisch" in Donezk von Sergej Ilinizkij. Foto: Sergey Ilnitsky/EPA/Vostock-Photo 

Am 12. Februar wurden die Preisträger von 58. Fotowettbewerb World Press Photo verkündet. Der russische Fotograph Sergej Ilinizkij hat den ersten Platz in der Kategorie "Hauptnachrichten" belegt. Sein Foto "Der Küchentisch" hat er im August 2014 in Donezk aufgenommen. 

Ilinizkij wurde darüber hinaus mit einem Silber in der Sport-Nominierung für seine Bildstrecke zum Weltcup im Skispringen in Nischnij Tagil ausgezeichnet. "Solch ein Preis ist natürlich für jeden Fotograph ein Traum", sagt er. "Aber meinem Sieg liegt jedoch eine Reihe von Zufällen zugrunde, das ist eher subjektive Meinung der Jury", sagt Ilinizkij. 

In der Kategorie "Hauptnachrichten" hat allerdings noch ein Fotograph aus Russland Sergej Ponomarjow den dritten Platz  belegt. Ausgezeichnet wurde er für seine Fotoserie "Konflikt im Gaza-Streifen". 

Foto: Mads Nissen / www.worldpressphoto.org

Der Hauptpreis und der Titel "Das beste Foto des Jahres" ging jedoch an den dänischen Fotografen Mads Nissen. Er hat ein LGBT-Paar von Sankt-Petersburg in einem intimen Moment abgebildet. Dieses Photo ist ein Teil seinen Projektes zur Homophobie in Russland. Nissen wird dafür mit 10.000 Euro gekrönt. 

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