In Nowosibirsk wird gegen "Tannhäuser" ermittelt

Am 25. Februar hat das russische Ermittlungskomitee ein Prüfungsverfahren gegen die  Oper "Tannhäuser" im Theater für Oper und Ballett Nowosibirsk begonnen. Dem Regisseur der Aufführung Timofej Kuljabin sowie dem Intendant des Theaters Boris Mezdritsch wird vorgeworfen, "religiöse Symbole und Gefühle don Gläubigen mit Absicht öffentlich verletzt zu haben", meldet die Nachrichtenagentur TASS

Am Vortag wurde ein administratives Verfahren gegen Kuljabin eingeleitet. Nun droht ihm eine Geldstrafe von 30 bis 50 Tausend Rubel (circa 420 bis 702 Euro) oder 120 Stunden Pflichtarbeit. 

Angezeigt wurde der Regisseur von Metropoliten von Nowosibirsk Tichon. Seine Anrufung wurde von orthodoxen Aktivisten unterstützt. AM 1. März meldeten sie eine Aktion unter dem Motto "Schützen wir unseren Glauben!" in Nowosibirsk an. 

Der Intendant des Theaters will die Aufführung vorab nicht aus dem Spielplan wegstreichen, zeigt sich dennoch für gewisse Korrekturen der Handlung bereit. Die nächste Aufführung ist im März geplant. Der Kartenverkauf ist im Gange. "Was mit der Aufführung geschehen soll, entscheiden wir ein paar Tage vor der Aufführung", so Mezdritsch.

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