Über 600 Anträge beim Tschaikowski-Wettbewerb eingereicht

Foto: Wladimir Wjatkin/RIA Novosti

Mehr als 600 Anträge aus 44 Ländern gingen beim internationalen Tschaikowski-Wettbewerb ein. Das ist nicht die endgüntige Anzahl. Im Büro des Wettbewerbs dauert die Bearbeitung der eingegangenen Antworten an. Das genaue Ergebnis wird etwas später bekannt gegeben.

Der künstlerische Leiter der Mariinski-Theaters, Walerij Gergjew, der den Wettbewerb leitet, sagte:„Ich denke, dass 44 Länder ein gutes Ergebnis für den Wettbewerb sind. In Amerika haben wir über die zukünftigen Möglichkeiten für die Gewinner des Wettbewerbs diskutiert. Es fand eine große Besprechung in der Carnegie Hall statt, wo uns der Auftritt der Sieger des Wettbewerbs zugesichert wurde. Unsere Preisträger werden außergewöhnliche Möglichkeiten in Europa, Russland, Asien und Amerika erhalten. Dabei werden diese Möglichkeiten noch umfangreicher als für die Gewinner des vorherigen Wettbewerbs, auch wenn Daniil Trifonow, der Gewinner des letzten Grand Prix, ohne Übertreibung, in vier Jahren die ganze Welt bereist hat."

Hinsichtlich der Geographie wird der 15. Wettbewerb  mit dem vorherigen vergleichbar sein: Die Anträge kamen aus 44 Ländern: die USA, Kanada, Südamerika, die Länder Europas und Asiens sowie Australien eingeschlossen. Die absolute Mehrheit an Anträge kam aus Russland (216), gefolgt von den

musikalischen Mächten Asiens: Südkorea (89), China (65), Japan (38). Aus der Europäischen Union werden die meisten Teilnehmer aus Frankreich (16), Deutschland (12), Italien (12) und Spanien (6) zur Ausscheidungsrunde anreisen. Auch die Ukraine (14), Georgien (3), Belarus (9), Kasachstan (7) und Lettland werden vertreten sein.

Walerij Gergjew kommentiert die Geographie des Projekts wie folgt: „Russland wir im Wettbewerb sehr stark vertreten sein, ebenso wie Südkorea und China. Aber man muss sich darüber im Klaren sein, das Dutzende südkoreanische, chinesische oder japanische junge Musikanten ihre Ausbildung in Europa und vor allem in den USA erhalten. Deswegen werden unter den Teilnehmern sowohl Studenten als auch Absolventen der bedeutendsten amerikanischen und europäischen Hochschulen sein. Wir werden die traditionell starken Schulen sehen. Das sind die französische Celloschule, die südkoreanische Vokalschule und andere. Ich denke, dass dabei auch die russischen Teilnehmer gut aussehen werden. Unsere Präsenz in den weltweit führenden Theatern ist in den vergangenen 15 bis 20 Jahren nicht zu bestreiten. Somit wird der 15. Tschaikowski-Wettbewerb die musikalische Welt so wiederspiegeln, wie sie heute ist."

 

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