In Sankt Petersburg wird die Museumswohnung von Joseph Brodsky eröffnet

Am 24. Mai wird in St. Petersburg die Museumswohnung von Joseph Brodsky eröffnet. Dies sei anlässlich des 75. Geburtstags des Dichters vorgesehen, teilte die Direktorin des Anna-Achmatowa-Museums, Nina Popowa, mit.

Nach Angaben Popowas haben sich im Anna-Achmatowa-Museum, das in hohem Maße an der Einrichtung der Museumswohnung von Brodsky beteiligt ist, bereits mehr als 2500 Gegenstände angesammelt, die mit dem Leben des Dichters verbunden sind. Die ersten von ihnen stifteten Brodskys Bekannte zu Beginn der 2000er Jahre.

Im Jahr 2003 übergaben der den Nachlass Brodskys verwaltende "Fond nasledstvennogo imuschtschestva I. Brodskogo" (zu Deutsch - "Stiftung des Erbgutes von Joseph Brodsky") und die Witwe des Dichters, Maria Brodskaja, dem Museum an der Fontanka Gegenstände aus dem Wohnhaus im kleinen amerikanischen Städtchen South Hadley in Massachusetts. Am dortigen College

Mount Holyoke lehrte Brodsky seit dem Anfang der 1980er Jahre. Das Museum erhielt einen Schreibtisch, einen Sekretär, eine Tischlampe, einen Sessel, ein Sofa, Plakate, die mit den Reisen Brodskys nach Italien in Zusammenhang stehen, seinen Bibliotheksbestand und eine Postkartensammlung.

Erst kürzlich kamen aus New York weitere 720 Gegenstände und Fotographien Joseph Brodskys für die Einrichtung einer Exposition in der Museumswohnung des Dichters nach St. Petersburg.

Wie der Vizegouverneur von Sankt Petersburg Wladimir Kirillow mitteilte, bestünden bei der Stadtverwaltung keine Zweifel, dass das Museum in einer der Wohnungen des bekannten Hauses Muruzi auf dem Litejny prospekt, wo der Dichter von 1955 bis 1972 lebte, rechtzeitig eröffnet werde. Ihm zufolge seien alle strittigen Fragen, den Besitz sowie die Neuplanung und Renovierung der Wohnung betreffend, geklärt und alle Probleme mit den Bewohnern des Hauses beseitigt.

Das Museum im Haus Muruzi wird nur wenig Platz einnehmen. Die eineinhalb Zimmer, in denen die Familie des Dichters lebte, können sieben bis zehn Besucher gleichzeitig besuchen. Im Weiteren wird man sich der Frage nach der Erweiterung des Museums auf Kosten des Dachbodens widmen. In der Wohnung sollen Diskussionen und Literaturabende stattfinden.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei TASS.