Die Eremitage eröffnet eine Filiale in Moskau

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Das weltbehrümte Petersburger Eremitage-Museum hat die Gründung der Moskauer Filiale angekündigt.

Das Museumszentrum „Eremitage Moskau" wird auf dem Betriebsgelände des Lichatschow-Werks untergebracht: Die Petersburger LSR Group saniert 65 ha des einstigen Industriegeländes. Für das Gebäude mit einer Fläche von 10.000 qm wurde bereits eine Baustelle bereitgestellt. Am Projekt arbeitet der renommierte kanadische Architekt Hani Rashid, Gründer des bekannten New Yorker

Architektenbüros Asymptote. Das Gebäude soll 2018 fertiggestellt werden, ein paar weitere Jahre werden für Vorbereitungsarbeiten zur Eröffnung des Museumszentrums benötigt. 

Die Akzente in der Ausstellungspolitik der „Eremitage Moskau" werden auf zeitgenössische Kunst gesetzt, da sie ein Teil des großen strategischen Museumsprogramms „Eremitage 20/21" ist. Generaldirektor der Eremitage Michail Piotrowski gab bekannt, dass das Zentrum mit Moskauer Museen kooperieren und nicht nur ausländische, sondern auch russische Kunstwerke ausstellen will, unter anderem von Moskauer und Petersburger Künstlern.

Die Eremitage Moskau wird zu einem Teil des Imperiums, „Große Eremitage" genannt: Zu den bereits bestehenden Ausstellungszentren in Amsterdam, Kasan, Wyborg und zum Hauptquartier in Venedig, das archäologische Ausgrabungen der Eremitage und Ausstellungen in Italien koordiniert, sollen in absehbarer Zeit Filialen in Jekaterinburg, Wladiwostok und Barcelona hinzukommen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Kommersant

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