"Tannhäuser" aus dem Spielplan des Nowosibirsker Theaters gestrichen

Wladimir Kechman, der die Leitung des Nowosibirsker Theaters für Oper und Ballett am 31. März übernommen hat, hat sich entschieden, die umstrittene Aufführung von "Tannhäuser" vom Spielplan abzusetzen, teilt die Zeitung "Iswestija" mit. 

"Ich habe mir die Videoaufnahme der Aufführung gestern in der Nacht angeschaut. Ich war angenehm erstaunt, dass die Aufführung von so guter musikalischer Qualität ist. Ich möchte auch gute Arbeit der Truppe und des Dirigenten betonen.  Muss jedoch verkünden, dass die Oper nicht mehr gespielt sein wird", so er. 

Die möglichen Gründe dafür seien, dass Kechman sich mit dem Regisseur der Oper nicht treffen konnte. Andererseits, so Kechman, seien nicht alle Verpflichtungen gegenüber dem Dirigenten des Stücks Ajnars Rubikis erfüllt. Sein Vertrag sollte bereits am 31. Dezember 2014 abgelaufen sein, er habe aber "Tannhäuser" im März sogar zweimal vorgeführt. 

Der frühere Intendant des Nowosibirsker Theaters Boris Mesdritsch wurde am 29. März nach einer Einordnung des Kulturministeriums entlassen. Die Oper "Tannhäuser" hat nach ihrer Premiere im Dezember 2014 um große Aufregung unter den Gläubigen gesorgt. Sie wurde vom örtlichen Metropoliten angezeigt. Das Strafverfahren sollte aber eingestellt, die angeklagten Regisseur und Intendant des Theaters freigesprochen werden. 

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