Russland siegt in der Nationenwertung bei den Deaflympischen Winterspielen in Chanti-Mansijsk

Die ruissischen Skirenner Sergej Ermilow (l.) und Wladimir Mayorow (r.) haben im Teamsprint gesiegt. Foto: RIA Novosti

Am Sonntag, dem 5. April waren die XVIII. Deaflympischen Winterspiele beendet. Die größten Wettkämpfe für Gehörlose fanden in zwei russischen Städten statt - in Chanti Mansijsk im Westsibirien und in Magnitogorsk im Südural. 

Das russische Team hat in der Nationenwertung gesiegt und die Rekordanzahl von 30 gewonnenen Medaillen eingestellt. Davon waren 12 aus Gold, sechs aus Silber und 12 aus Bronze. 

Den zweiten Platz hat das Team aus Tschechien mit sechs Gold- und einer Silbermedaillen belegt. Auf Platz drei landeten die Athleten aus den USA, die je dreimal Gold und Silber sowie zweimal Bronze geholt haben.  

Die meisten Medaillen haben russische Skifahrer gewonnen, die in allen acht Langläufen gesiegt haben. Vier Goldmedaille gingen dabei an Wladimir Mayorow, drei an Anna Fedulowa und je zwei an Alexej Groschew und Sergej Ermilow. Noch zwei Goldmedaillen holten russische Snowboarder. Maria Kapustkina war die erste im Parallel-Riesenslalom, Ella Schelkjakowa hat den Sieg im Boardcross erkämpft. 

Für weitere zwei Goldmedaillen des russischen Teams sorgten Eishockey- und Curlingsteams. Russische Hockeyspieler haben im Finale mit 6:3 gegen Kanadiern gewonnen. Das ist der erste Sieg der russischen Sbornaja bei den deaflympischen Spielen seit 1991. Die russischen Spieler haben ihren Sieg an den 70. Jahrestag des Kriegsendes gewidmet. Russische Curling-Frauen haben darüber hinaus die Oberhand über das chinesische Team mit 9 zu 5 gewonnen.

Die Teilnehmer der Deaflympics und Gäste haben die Spielen 2015 für beste in der Geschichte erklärt, teilte am Abschlussfeier Walerij Ruchledew, der Präsident des internationalen Ausschusses für Gehörlosensport mit. "Wir waren überrascht, wie hoch unsere ausländischen Gäste die Organisation sowie die Sportstätte der Spielen eingeschätzt haben", so er. 

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