WM-2018: Russland wird importiertes Baumaterial gegen heimisches ersetzen

Importiertes Baumaterial für den Stadionbau zur Fußball-WM-2018 soll gegen solches aus russischer Produktion ersetzt werden, besagt die Weisung des Premierministers der Russischen Föderation Dmitri Medwedjew. Das Dokument wurde auf der Webseite der Regierung Russlands veröffentlicht.

Der Premierminister ordnete an, die Vertragsbedingungen der staatlichen Verträge zu ändern. „Es bedarf einer Korrektur an der Projektdokumentation zu den Stadien für die Durchführung der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2018 im Bereich eines Ersatzes der Einrichtung und Baumaterials aus ausländischer Produktion gegen heimische Äquivalente." so das Dokument.

Das Sportministerium Russlands schloss Staatsverträge für den Bau von Stadien in Samara, Saransk, Wolgograd, Nischnij Nowgorod und Rostow am Don ab. Die Dauer jedes der staatlichen Verträge

übersteigt drei Jahre und der Preis beträgt über 10 Mrd. Rubel.

Im Februar wurde auch das Vorbereitungsprogramm zur Durchführung der Fußball-WM 2018 durch einen Regierungsbeschluss verändert, konkret wurden die Kapazität der gebauten Stadien und die Anzahl der Trainingsplätze verringert. Die Veränderungen zielen auf die Senkung der Ausgaben unter den Bedingungen einer Wirtschaftskrise ab.

Laut dem Plan aus der Regierungsanordnung, welcher in der letzten Woche veröffentlicht wurde, wird die Ausgabenkürzung 27 Mrd. Rubel (etwa 500 Mio. Euro) betragen (von insgesamt 664,1 Mrd. Rubel (etwa 12,2 Mrd. Euro) auf 637,6 Mrd. Rubel (etwa 11,7 Mrd. Euro). Es wird geplant, die Ausgaben für den Bau von Hotels zu kürzen. Ein Teil der Hotels für die Weltmeisterschaft, die nun nicht gebaut werden, sollten von internationalen Ketten eröffnet werden. Aus dem Programm wurden insbesondere Hilton, Kempinski, Korson, Marriott und Park Inn in Nischnij Nowgorod ausgeschlossen. In Saransk wird ein Hotel von Sheraton nicht gebaut werden.

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